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The Very Best: MTMTMK (Albumkritik)

 

The Very Best MTMTMK 01 The Very Best

MTMTMK

(Moshi Moshi)

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Es mag bequem und einfallslos wirken, ein Album, für das sich ein schwedischer Produzent nach Malawi begab, um mit einem einheimischen Sänger zusammenzuarbeiten, und das mit sonnigen Harmonien aufwartet und ein durch und durch positives Feeling verbreitet, als Reinkarnation von Paul Simons Graceland zu bezeichnen – noch dazu 25 Jahre nach dessen Erscheinen -, aber Johan Karlberg sagte wiederholt, dass das anhören dieses Klassikers im zarten Alter von fünf Jahren sein Leben für immer verändert hat. Seit The Warm Heart of Africa (der Titel ist ein ziemlich guter Hinweis darauf, wie dieses Werk klingt), dem Debütalbum von The Very Best aus dem Jahre 2009, hat es eine große Veränderung gegeben: Etienne Tron hat die Band verlassen und es damit Karlberg mit seiner Box von Tricks (Pro Tools und Ableton 8) und Esau Mwamwaya überlassen, diesen eklektischen, lebensbejahenden Nachfolger zu gestalten. MTMTMK ist wesentlich cluborientierter und kommerzieller und bietet sogar Anklänge von Dubstep, aber es kommt darauf auch das Balafon (eine Art Xylophon) zum Einsatz. Außerdem gibt es auf „Bantu“ eine Zusammenarbeit mit Baaba Maal and Amadou and Mariam. Das Positivste ist jedoch, dass dieses Album, ähnlich wie auch Graceland, nicht vor sehr poppigen Momenten zurückscheut: Bruno Mars schrieb bei „We OK“, auf dem auch Gesang von K’Naan zu hören ist. MTMTMK mag zwar ein Versuch sein, die einzigartigen Elemente des Vorgängers massentauglicher zu machen und so ans große Geld zu kommen, aber die Texte sind um einiges politischer als alles, was Paul Simon hervorgebracht hat.

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